Weiss und frisch verschneit präsentierte sich die Chesselau am Morgen des 3.1.2026. Wir hatten uns vorgenommen die nördlich gelegene, lange Hecke zu pflegen, die zu weit ins Landwirtschaftsland hineinwuchs. Daniel, Basil und Manuel hatten in der Vorbereitung bereits viele Haseläste abgesägt. Diese galt es zu kürzen und zu Asthaufen aufzuschichten. Eine viel anspruchsvollere Arbeit war es, nach Vorgabe von Manuel und Daniel weitere Büsche in Form zu bringen. Wir lernten, wie man Schwarzdornbüsche "ableitet", das heisst, einen Ast in einer Astgabel abschneidet, um störende Äste zu entfernen und das Wachstum nach oben zu lenken. Der schnellwüchsige Rote Hartriegel wurde mit einem Spezialgerät mitsamt der Wurzel ausgerissen oder auf den Stock gesetzt. Mit diesen Massnahmen wurden Sträuchern wie Pfaffenhütchen, Liguster, Wolligem und Gemeinem Schneeball mehr Platz gegeben. Die Hecke wurde buchtig geschnitten. Bei einem Znüni stärkten wir uns. Gerhard erzählte uns etwas zur Geschichte der Chesselau, die als Ersatzmassnahme für den Autobahnbau durch den damaligen Ornithologischen Verein, Abteilung Vogelschutz, angepflanzt worden war. Zuletzt gingen wir die Armenische Brombeere an. Im weichen Auenboden konnten viele Triebe mit Wurzel ausgegraben werden. Die Arbeiten gingen, da wir eine grosse Truppe von 27 Leuten waren, flott voran. Nach den intensiven Arbeiten des Morgens hatten wir uns das Mittagessen in der Pizzeria reichlich verdient. Wir genossen es in geselligem Beisammensein.
