Der diesjährige Helfereinsatz wurde von Jonas Grossniklaus und Franz Achermann organisiert. Insgesamt beteiligten sich 20 Personen an den Arbeiten in der Chesselau und im Wolfentäli.
Arbeiten in der Chesselau
Sechs Helferinnen und Helfer waren in der Chesselau im Einsatz. Sie sammelten das am Vortag gemähte Gras und Schilf ein und reinigten eine Steinlinse. In diesem Jahr wurde bewusst grossflächiger gemäht, damit sich die Orchideen wieder entfalten können. In den letzten Jahren waren wir in der Mitte der Wiese etwas zu zurückhaltend gewesen. Die Gemeinde Wichtrach liess ihren Teil der Fläche durch Daniel Mosimann mähen. Unter den Sträuchern wurden Haufen aus Gras, Schilf und Ästen aufgeschichtet – Lebensräume, die der Ringelnatter zugutekommen.
In nächster Zeit sollte:
• Die Hecke gegen Münsingen kräftig zurückgeschnitten werden.
• Die stark wuchernde Armenische Brombeere eingedämmt werden.
Arbeiten im Wolfentäli
Im Wolfentäli wurden verschiedene Pflegearbeiten ausgeführt:
• Gemähtes Gras rund um den Teich und an der Zufahrt entsorgt
• Kleine Steinlinse vollständig, grosse Steinlinse teilweise von Kratzbeeren befreit
• Zufluss zum Teich entschlammt
• Rohrkolben entfernt und entsorgt
• Weiden beim unteren Damm kräftig geschnitten, damit im kommenden Jahr mehr Sonne auf den Boden gelangt
• Nachtkerzen im Bord entfernt
Der Rohrkolben bleibt eine dauerhafte Herausforderung: Trotz intensiver Arbeit von zwei Personen konnte nur etwa die Hälfte des Teichrands gereinigt werden – erstaunlich, da im Vorjahr sämtliche Kolben entfernt worden waren. Auch der Zufluss war stark mit Lieschgras zugewachsen. Auf der Parzelle oberhalb des Täli wurde in diesem Jahr eine Kultur angebaut, was möglicherweise zur erhöhten Nährstoffbelastung beitrug.
Bei der grossen Steinlinse Richtung Norden konnten nicht alle Kratzbeeren entfernt werden. Zudem wurde festgestellt, dass ein Haufen Rohrkolben vom letzten Jahr nicht abtransportiert wurde und nun überwachsen ist. Ob dies absichtlich geschah oder versehentlich übersehen wurde, ist unklar – ebenso, ob der Haufen zur Nährstoffanreicherung beiträgt.
Es wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch zusammen geplaudert und gelacht. Zum Mittagessen gab es Älplermagronen, Apfelmus, Salat und als Dessert Nussgipfel – wie gewohnt vom Rosenbeck. Das gemeinsame Essen rundete den gelungenen Arbeitstag ab.
Franz Achermann
