Seit 2018 nisten Weissstörche auf dem Psychiatriezentrum Münsingen. Sie kehren nach dem Winter ab Ende Januar zurück, besetzen die Nester vom Vorjahr, finden sich als Paare zusammen und starten mit dem Nestbau. Dieses Jahr haben mehrere Paare Mitte März zu brüten begonnen, ab Mitte April können wir mit den ersten Jungen rechnen. Nach dem verregneten, schlechten Brutjahr 2024 hoffen wir dieses Jahr auf einen besseren Bruterfolg. Die Störche nutzen kurz nach der Rückkehr aus dem Winterquartier das nähere Umland rund um das Psychiatriezentrum Münsingen. Später fliegen sie weiter weg, über den Belpberg ins Gürbetal, Aare aufwärts nach Wichtrach, Aare abwärts nach Allmendigen, ins Emmental nach Konolfingen oder über den Schwandwald zum Trimstemoos. Wenn ein Bauer Feldbearbeitung macht, sieht man sie zu dutzendweise in der aufgebrochenen Erde Nahrung fangen. Das Psychiatriezentrum bietet mit seinen hohen Gebäuden und Bäumen gute Nistmöglichkeiten.
Auf der vom Natur- und Vogelschutzverein Münsingen zusammen mit der Volkshochschule Aare-/Kiesental angebotenen Exkursion berichtete Simone Sikyr über ihre Erfahrungen und Beobachtungen zu den Münsinger Störche. Der Anlass war mit über 80 Teilnehmenden sehr gut besucht. Diese nutzten die Gelegenheit um Fragen zu stellen. Im Anschluss liessen wir den sonnigen Morgen im Restaurant des Psychiatriezentrums ausklingen.
Simone Sikyr
